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Trau dich anders zu sein: Warum wir das Unerwartete lieben

Aktualisiert: 10. Apr.



Jede Fußballsaison schreibt ihre eigene Geschichte. Doch welche Kapitel erinnern uns am meisten in Erinnerung? Die, die niemand kommen sah.


Wenn wir an unser erstes Match bei strömendem Regen denken, erinnern wir uns mit vollem Stolz an unseren unglaublichen Sieg von 16:1 und unsere Spielerinnen die in waschelnassen Trikots mit leuchtenden Augen strahlten und unseren Fans die durchnässt aber glücklich auf der Tribüne sassen.


Wir denken an unser Match gegen die Buben vom FCK, in dem wir zweifelsohne mit einer 3:2 Niederlage gezeigt haben, dass Mädchen genauso gut Fussball spielen können wie Buben. Gelernt haben wir jedoch am meisten bei unserem Turnier in Jedenspeigen, das weniger erfolgreich verlief, uns aber gut gezeigt hat, woran wir noch arbeiten müssen und wo unsere Defizite liegen. Nur durch Niederlagen lernt man.


Und Fußball ist auch nicht immer fair. Nicht immer gewinnen die besten Vereine. Nicht immer glänzen die talentiertesten Spielerinnen. Manchmal ist es die kämpferische Mittelfeldspielerin, die in den Trainings davor ganz unauffällig war, während des Matches zur Höchstform aufläuft und das Siegtor schießt. Oder manchmal ist es die Torfrau, der einen Elfmeter hält und zur Teamheldin wird.


Das macht den Fußball zur Faszination - als Zuseher/in, als Trainer/in., als Elternteil oder als Präsident/in. Fussball ist nicht vorgegeben, ist oftmals unberechenbar. Man kann Taktiken analysieren, die Fitness der Spielerinnen verfolgen, sogar Ergebnisse simulieren – aber am Ende entscheidet der Ball. Und der liebt das Chaos.


Die Außenseiterinnen zu unterstützen, liegt in der DNA des Fußballs. Denn tief im Inneren hoffen wir alle auf das Unmögliche. Wir lieben diese Teams – sie kämpfen gegen alle Widrigkeiten und beweisen der Welt, dass es auch anders geht.


In einer Welt voller "es war schon immer so Sager": es leben die Andersdenker/sager-innen.

 
 
 

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